Stefan Pfeifer – im Interview „Verflixte 13“

Stefan Pfeifer, Jahrgang 1964, ist ein echtes Urgestein in der Rock’n’Roll Szene. Schon in den frühen 80er Jahren war er als Mitglied der „Combat Rebels Essen“ bekannt wie ein bunter Hund. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Als leidenschaftlicher Schlagzeuger war er unter anderem bei den Badland Slingers, Lou Cifer & the Hellions, Ray Neale und ist aktuell mit den Jungle Tigers erfolgreich unterwegs.
Dabei führte ihn seine musikalische Leidenschaft durch aller Herren Länder. Ob in Tokio, London, Paris, Madrid, Budapest, Athen, Helsinki, Stockholm, Wien, ja sogar im Baltikum rockt er mit den Bands die Bühnen und bringt die begeisterte Menge zum toben! Seit einigen Jahren ist Stefan auch sehr erfolgreich als DJ unterwegs und kann durch sein nahezu unerschöpfliches Musikwissen die tanzwütige Menge mitreißen.

Heute haben wir Stefan einmal 13 Fragen gestellt, die den gebürtigen Essener vielleicht ein wenig von einer anderen Seite beleuchten.
Lasst Euch überraschen – hier kommen die „Verflixten 13-Fragen“ an Stefan Pfeifer:

(1) Wenn du an deine Jugend zurückdenkst, welcher Song kommt dir dabei sofort in den Sinn?

„The wanderer“ von Dion lief irgendwie immer und überall

(2) Bunte Bilder auf der Haut. Wie stehst du zu Tattoos und Körperschmuck?

„Bunte Bilder auf die Haut“ ist ja auch der gleichnahmige Song den mein Freund Herbert Leske seinerzeit mit mir aufgenommen hat..der Song handelt über unsere quasi „Tattoo-Sucht“…wir liessen uns damals wöchentlich stechen und freuten uns wie „Bolle“ über jedes neue Teil…heute habe ich nicht mehr viel Platz für neue Tattoos..anderen Körperschmuck (ausser einem Ohrring) habe ich nicht.

(3) Stell dir vor, du würdest ein eigenes Musik-Festival veranstalten, welche drei Bands/Sänger würden dort auftreten?

..da ich ja diverse Events selbst veranstalte ist es mir ein Leichtes drei wirklich gute Livebands zu nennen „Black Raven“, „Tin Cans“ und „Lou Cifer and the Hellions

(4) Rock’n’Roll until I die….du hast deinen eigenen Lebensstil gefunden. Wie wichtig sind dir dabei Freunde, Familie und Freizeit?

..ich bin 1981 in die Szene gekommen durch (Schul)/Freunde. Die Szene hat mich damals wie heute sehr interessiert und gefesselt. Es gibt keine bessere Musik und immer kommen neue Bands und Leute nach…so wird es nie langweilig. Meine Familie spielte eigentlich nie eine grosse Rolle in meinem Szene-Leben. Ich war eigentlich immer in Rock and Roll Clubs , das ist meine Familie. Meine Freizeit verbringe ich fast ausschliesslich mit Rock’n’Roll , in Form von Konzerten, Clubtreffen oder Record-hops.

(5) Wir alle werden unweigerlich älter. Was hat sich in den letzten Jahren deiner Meinung nach  in der Rock’n’Roll Szene verändert?

Die Szene ist friedlicher geworden..und das ist auch gut so. Zudem sehe ich mehr Toleranz und Zusammenhalt…auch das ist gut so. Ich sehe das sich verschiedene Szenen wie die Hotrod / Tattoo / Punkrock / psycho und Rockabilly Szene immer mehr untereinander verknüpfen, das war früher undenkbar, obwohl es immer Schnittmengen gab. Ich sehe auch diese Entwicklug sehr positiv zumal es heutzutage jedes Wochenende irgendwo, irgendwelche Festivals gibt – oft überschneiden sich heute Termine…es gibt also eine echt grosse Auswahl an Events unterschiedlicher Ausrichtungen.

(6) Du kannst mit einer Zeitmaschine zu einem Ereignis in die Vergangenheit reisen, wohin würde die Reise gehen?

Ich wäre gerne 1979 in Caister (UK) gewesen, auf dem ersten „Rock and Roll Weekender“ – wo die Dokumentation „blue suede shoes“ von der BBC aufgezeichnet wurde….

(7) Was ist eine Veranstaltung, auf die Du unter gar keinen Umständen mitgenommen werden möchtest?

….Techno Events gehen gar nicht….

(8) Wenn Du für einen Tag in die Rolle eines anderen Menschen schlüpfen könntest, wer wäre das und warum?

Ich würde gerne mal für einen Tag in die Rolle meiner Freundin schlüpfen…nur um zu sehen wie ich mich so in bestimmten Situationen verhalte….

(9) Du sitzt auf einer Parkbank. Plötzlich setzt sich ein Mann neben dich, der behauptet Gott zu sein. Welche zwei Fragen würdest Du ihm
stellen…?

Ich würde ihn fragen wie es Elvis geht und warum er mich nicht mit den gleichen Talenten bedacht hat…

(10) Stell Dir einmal vor, Du könntest ein ganzes Jahr Urlaub machen bzw. eine Auszeit nehmen. Was würdest Du tun?

Ich würde ein neues Album aufnehmen

(11) Wie wichtig ist Kleidung für dich? Ausdruck deiner inneren Gemütsverfassung, Statement im Alltag oder nebensächlich, notwendige Alltagsmaßnahme?

Kleidung spielt keine grosse Rolle in meinem Leben…mich dominiert die Musik.

(12) Was ist überlebenswichtig / überlebensnotwendig für dich? Auf was könntest Du überhaupt nicht verzichten?

Meine Freundin ist unverzichtbar…und der Rock and Roll!

(13) Du hast das letzte Wort… Welche Frage wolltest Du schon immer einmal in einem Interview gefragt werden?

Mich fragt nie einer nach meinem Alter. Ich bin1964 geboren, das war das Jahr als Sam Cooke und Johnny Burnette gestorben sind. Manchmal glaube ich das die soulige „rhytm and blues“ Seele von Sam Cooke und die wilde rockabilly Seele von Johnny Burnette mich besonders berührt haben.
https://www.facebook.com/stefan.pfeifer.965

Weblinks von Stefan Pfeier:
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