Elvis Tolle – Mit Pomade zum perfekten Rockabilly Hairstyle Teil 4

Okay, jetzt geht es ans Eingemachte. Wir verlassen unsere Zeitmaschine und beamen uns
direkt in das heimische Badezimmer …
pinkes Badezimmer
Scotty, ich denke das war wohl eher ein Scherz, oder? Das Ganze jetzt nochmal aber in schön bitte. Beam me up!
50s - Pomade im  Badezimmer
Okay, hier sieht es doch schon netter aus. Beginnen wir mit ein paar Grundsätzlichkeiten über das Hairstyling. Im wesentlichen möchte ich mich hier auf den Gebrauch von
Pomade beschränken. Werde aber auch später kurz auf eine “Haarspray Tolle” eingehen.
Die “Profis” und “Alten Hasen” unter Euch können sich jetzt getrost die Augen zu halten, da ich versuchen werden möglichst ganz vorne anzufangen. Von daher werden Einigen die nun folgenden Erklärungen auch bekannt sein. Here we go…!

Pomade besteht ja bekanntlich zu fast 95% aus Fetten und Wachsen.

Soweit so gut. Von daher sollte man folgendes wissen: ( “Klugscheißermodus an =>”)
In den langen Kohlenstoffketten der Fettsäuren liegen nur unpolare C-C und C-H-Bindungen vor. Daher sind Fette nur in Flüssigkeiten löslich, die ebenfalls Kohlenwasserstoffketten besitzen. Diese Löslichkeitseigenschaft nennt man lipophil.
Ist doch einleuchtend, oder ? ( “<= Klugscheißermodus aus”)

HöHö..ist klar…! Das bedeutet nicht anderes als das Pomade verdammt schwer aus dem Haar “rauszuwaschen” ist >>Punkt<< ! Das liegt halt in der Natur der Sache. Fette und Wasser können halt nicht gut “miteinander”. Fett schwimmt ja auch bekanntlich oben. Ihr erinnert Euch ?

Einschub: Weil es gerade so schön “fettig” ist. An dieser Stelle möchte ich kurz mit dem Irrglauben des sogenannten “Verdauungsschnapses” aufräumen, der ja immer wieder gerne nach einem ausgiebigen und meist fettigem Essen getrunken wird.
Ein Schnaps nach dem Essen bringt überhaupt nichts. Die wohlige Wirkung kommt ganz einfach vom Alkohol – sozusagen “Geistige Onanie!”
Im Gegenteil: Nach fetter Kost fahren die Verdauungsorgane ohnehin auf Hochleistung.
Ein kleines hochprozentiges Gläschen setzt sie noch mehr unter Druck.
Trinkt man ein paar Gläschen zuviel, verzögert das die Verdauung sogar.
Schließlich gelangt der Alkohol über das Blut ins Gehirn.
Dort blockiert er die Nerven, die dafür sorgen, das Speisen vom Magen in den Darm gelangen. Soviel mal dazu…!

Zurück zum Thema: Rockabilly Hairstyle

Also jedem sollte nun klar sein, dass Pomade schwer auszuwaschen ist, aber eigentlich
wollen wir das Zeug ja nicht “auswaschen” sondern mit Anstand und Würde im Haar verteilen. Wer sich also ernsthaft mit dem Gedanken auseinander setzt Pomade zu benutzen, sollte sich auf jeden Fall von dem Gedanken trennen, täglich “blitzsauber” gewaschene Haare zu haben… Außer… er möchte die Shampoo produzierende Industrie in neue Umsatzhöhen treiben.
Grundsätzliches zum Thema Shampoo, denn hier macht auch jeder so seine eigenen Erfahrungen. Ob Dax, SchmierEx & Co, wichtig ist ein hoher Fettlöseanteil – sprich ein Shampoo für fettiges Haar ist gut. Jedoch sollte man sich je nach intensivem “Pomade Gebrauch” auch trotz “Fettlöser” auf 2-3 mal Haarewaschen einstellen. Manche Leute benutzen “Spülmittel” (nicht dumm, da ja extrem “fettlösend”) ABER auch nicht gerade nett zur Kopfhaut, somit würde ich auf jeden Fall von einem regelmäßigen Gebrauch abraten. Auch der Tipp möglichst mit sehr heißem Wasser sich die Haare zu waschen, kann hilfreich sein, (da sich ja Fett bei zunehmender Temperatur immer mehr verflüssigt).
ABER auch hier wird sich die Kopfhaut wie ein “gerupfter” Skalp fühlen. Es gibt auch noch die Theorie, Fett mit Fett zu bekämpfen, sprich zum Beispiel “Olivenöl” in das Haar zu geben, um damit die Pomade zu “erweichen”. Probiert es einfcah mal aus mache schwören drauf!

Fazit: Vorbei ist die Tägliche Haarwäsche – 1-2mal die Woche reicht.
Dann lieber das Haar 2-3 mal mit lauwarmen Wasser und Shampoo waschen, fertig.
Ob “Mann” anschließend eine Haarpflege oder Spülung benutzt, sollte jeder für sich selbst entscheiden, schaden kann es aber auf jeden Fall nicht. Zum Schluss kann man drüber nachdenken sich die Haare abends zu waschen und “Oben Ohne” (Pomade) ins Bett zu gehen, dann hat das Haar zumindest die Nacht über Zeit um ein wenig vom Styling zu pausieren.

Nachdem ich nun wirklich umfangreich darüber philosophiert habe, wie man die Pomade wieder aus dem Haar bekommt, beginnen wir jetzt von vorne – sprich, wie kommt die Pomade ins Haar?
Ist schon klar…, Dose auf …, Pomade raus und ab ins Haar…!
Mmmh, soweit zumindest in der Theorie.
ABER wer sich einmal voller erwartender Euphorie eine Dose “Rote Dax
(ähem… ja nun… die Farbe war halt so schön )
gekauft hat, und dann im heimischen Badezimmer voller Verwunderung feststellte, dass
das “Zeug” so fest ist und nicht aus der Dose will, der fragt sich dann allen ernstes, wie man diese Pomade in das frustrierte männliche Haupthaar bekommt.
(..oder man ruft uns an und sagt ” Eh, Eure Pomade ist abgelaufen, die ist steinhart und kommt nicht mehr aus der Dose raus !…) Da antwortet man dann am besten: ” Ganz ruhig Brauner… geh mal in die Garage und hol Dir Deinen Schweißbrenner..!
…denn die “Rote Dax” ist so hart, die muß erstmal aufgewärmt werden, nun gut, wer keinen Schweißbrenner zur Hand hat – ein handelsüblicher Fön tut es auch!

Okay, Spaß beiseite, aber Ihr glaubt wirklich nicht, was wir hier schon für Nachfragen zu diesem Thema hatten. Was ich damit sagen will, “Mann” sollte sich schon im Vorfeld ein wenig über Pomade informieren und zumindest im Groben einen Überblick haben.

Denn Pomade ist nicht gleich Pomade und Haupthaar nicht gleich Haupthaar.
Kommen wir erstmal zu den wesentlichen Unterschieden:

…doch das erwartet Euch dann im Teil 5 von “Rockabilly Hairstyle“..!

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