Tattoo-Bücher: Tipps für Kunstliebhaber

Du bist auf der Suche nach einem neuen Motiv für weiße Flecken auf Deiner Haut? Du willst mehr über die Geschichte der Tätowierkunst wissen? Dir steht der Sinn nach bunten Bildern mit Rock’n’Roll-Appeal? Zeit, eines dieser Tattoo-Bücher aufzuschlagen.

 

Steve Gilbert – The Tattoo History Source Book

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Der Name ist Programm, das “The” eingeschlossen. Steve Gilberts Tattoo History Source Book gilt mittlerweile als das Nachschlagewerk für alle, die sich für die Geschichte der Körperkunst interessieren. Die Bibel unter den Tattoo-Büchern sozusagen. Von Tätowierungen im alten Rom bis hin zur Erfindung der elektrischen Tätowiermaschine reicht das Themenspektrum. Neben tollen Bildern gibt es Texte von Psychiatern, Kriminologen, Schriftstellern, berühmten Tätowierern und anderen, die sich irgendwann einmal aus den verschiedensten Gründen mit bunten Bildern auf der Haut beschäftigt haben, zu lesen. Allerdings ist Gilberts Buch nichts für Leser, die sich speziell für moderne Tätowierkunst interessieren. Denn auch der Begriff “History” im Titel kommt nicht von ungefähr.

Fazit: Ein Buch für Tattoo-Historiker, die gerne lesen.

 

Carol Clerk – Vintage Tattoos: The Book of Old-School Skin Art

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Ideal für verregnete Nachmittage auf der Couch oder zur Ideenfindung vor dem nächsten Besuch im Tattoostudio. Auch aus Carol Clerks Buch lernen Leser viel Interessantes über die Geschichte der Tätowierkunst. Allerdings dreht sich hier alles um Vintage-Motive, Ihre Entstehung und (frühere) Bedeutung für Seeleute, Gangster, Soldaten oder Zirkuskünstler. Dazu gibt es umfassende Informationen zu berühmten Tattookünstlern. Der Grund, warum dieses Buch eine Anschaffung fürs Leben ist, sind aber in erster Linie die genialen Illustrationen. Mit seitenfüllenden Abbildungen von authentischen Oldschool-Motiven – Totenköpfen, Schwalben, Flammenschwertern, Drachen uvm. – ist Vintage Tattoos selbst dann beste Unterhaltung, wenn Ihr keine Lust auf Lesen habt. Inspirierend ist diese einmalige Bildersammlung auf jeden Fall.

Fazit: Ein Buch für Liebhaber von Oldschool-Tattoos.

 

Verschiedene – Kustom Graphics: Hot Rods, Burlesque and Rock ‘n’ Roll

Kustom Graphics

 

 

 

 

 

 

 

 

Du hast keine Lust auf puren Oldschool? Dieses bunte Rock’n’Roll-Bilderbuch serviert Dir Zutaten wie sexy Pin-up Girls, chromglänzende Straßenkreuzer, grinsende Totenköpfe und wahnwitzige Science-Fiction-Kreaturen in einer einzigartigen und ziemlich verrückten Mischung. Entworfen von einer ganzen Riege an weltbekannten Künstlern, entführen Dich die Designs in ein Paralleluniversum, in dem Gott das Zepter an den Teufel abgegeben und seine eigene Psychobillyband gegründet hat. Wer auf der Suche nach Inspirationen für ein Rock’n’Roll-Motiv in modernem Design ist, sollte sich Kustom Graphics nicht entgehen lassen. Mittlerweile ist bereits der zweite Band erschienen und der setzt in mancher Hinsicht nochmal einen drauf.

Fazit: Ein Buch für neue Inspirationen und durchgeknallte Momente.

 

Don Ed Hardy – Sailor Jerry Collins: American Tattoo Master

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Sailor Jerry ist eine Legende für Tattookünstler und -träger gleichermaßen. Seine bunten Motive gelten bis heute als ein Meilenstein, vor allem in Rockabilly-Kreisen. Von Ihnen sind in dem prächtig aufgemachten American Tattoo Master eine Menge zu sehen. Außerdem kommt der Meister persönlich zu Wort. In Briefen an seinen Schützling Don Ed Hardy (genau, der mit den T-Shirts) äußert sich Collins über das Tätowieren, seine Abenteuer auf See und auf Land und seine – mitunter etwas seltsame – Weltsicht. Spannend, lustig, skurril und sehr schön anzusehen.

Fazit: Ein Buch für alle. Punkt.

 

Margot Mifflin – Bodies of Subversion: A Secret History of Women and Tattoo

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Irgendwie sind die meisten Tattoo-Bücher doch in erster Linie Männerliteratur – auch wenn sie gerne tätowierte Frauen abbilden. Das hier nicht. Margot Mifflin beschäftigt sich speziell mit der Geschichte von Frauen und Tattoos bis fast in die Gegenwart hinein. Dabei setzt sie sich auch damit auseinander, wie Frauen mithilfe von Tattoos ein Stück Unabhängigkeit demonstrierten –  lange bevor sich reihenweise Jurastudentinnen ein Arschgeweih für die nächste Semesterparty zulegten, das sie dann Jahre später für viel Geld wieder entfernen. Außerdem liefert Mifflin Informationen zu interessanten weiblichen Tattookünstlern und faszinierende Bilder tätowierter Frauen, die Ihr bestimmt noch nie gesehen habt – vom 19. Jahrhundert bis zum ausgehenden 20.

Fazit: Ein Buch (nicht nur) für Frauen.

Du suchst nach weiteren Buchtipps für entspannte Stunden? Wirf einen Blick auf unsere Lesetipps für Rock’n’Roll-Fans. So machen verregnete Nachmittage garantiert Spaß!

 

 

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