Plymouth – Automarken und ihre Geschichte

Plymouth Lenkrad

Heute ist er ein beliebter Oldtimer, früher war der Plymouth ein Wagen für Jedermann. In den USA galt er als typisches und robustes Alltagsfahrzeug. Die eingesetzte Technik war immer fortschrittlich und der Preis für einen großen Markt erschwinglich. Mit diesem Konzept gehörten die Fahrzeuge zu den meist verkauften der 40er Jahre, was dazu führte, dass der Konzern in der Zeit zumindest für eine Zeit von ca. 20 Jahren zum zweitgrößten Automobilhersteller der USA wurde.

Plymouth: Modell Q statt Modell T

Das erste Automobil von Plymouth war das Modell Q, auch genannt Chrysler Plymouth, welcher von Flugpionierin und Feministin Amelia Earhart im Juli 1928 im New Yorker Madison Square Garden präsentiert wurde. Nicht einmal 10 Jahre später stürzte Amelia Earhart bei dem Versuch die Erde um den Äquator zu umrunden ab.

Das Modell Q machte dem weltbekannten Modell T von Ford tatsächlich Konkurrenz. Mit einem ähnlichen Äußeren, aber einem deutlich günstigeren Preis war es 1928 der Einstieg der Chrylser Cooperation und von DaimlerChrysler in ein günstigeres Preissegment und der erfolgreiche Start der Marke Plymouth. Innerhalb von einem Jahr verkauften sich mehr als 66.000 Exemplare des Modell Q.

Plymouth Business Coupe

48er Plymouth

Abgelöst wurde das Modell Q nach einem Jahr 1929 von dem Modell U, welches nochmals einige Dollar günstiger war. Auch das zweite Automobil der Marke war mit mehr als 100.000 verkauften Exemplaren ein weiterer Erfolg. Bei dem Versuch das Modell U noch günstiger anzubieten, schnitt sich Plymouth allerdings selbst ins Bein. Das Modell 30U war ein Flop und verzeichnete im Vergleich zum Vorgänger einen Rückgang der Verkaufszahlen von 30%.

Mit dem darauf folgenden Modell PA schlug man einen neuen Weg ein und konstruierte eine vollkommen neue Karosserie. Das ovale Rückfenster war neu und die Figur auf dem Kühlergrill verpasste der günstigen Limousine ein hochwertiges Aussehen. Das größte Argument für den Kauf eines Plymouths Modell PA war allerdings das ungewohnt leise Fahrerlebnis, das der Vierzylinder dank der Gummilager für den Fahrgast bereit hielt.

Krieg, Nachkriegszeit und Ende

Bis zum Produktionsstopp bedingt durch den Zweiten Weltkrieg entwickelte Plymouth noch 10 weitere Modelle. Der Deluxe P14 war das letzte Modell vor dem Produktionsstopp. Nach dem Krieg  wurde die Produktion mit dem Deluxe bis in die 1950er Jahre fortgesetzt.

In den 1960er Jahren ging es langsam bergab mit Plymouth. Zu viel Konkurrenz im günstigen Segment drängten die Marke auf Platz der der meistverkauften Automobile der USA. Um mehr Automobile an den Mann zubringen, wurden ab 1965 Modelle produziert, die einer noch größeren Masse an Menschen zusagen sollten. Dazu gehörten der Barracuda, später in den 70er Jahren auch der Valiant und der Duster. Allerdings schaffte es Plymouth nicht mehr zu altem Glanz zurück. Die Produktionsreihe wurde immer kleiner, bis Plymouth die Produktion 2001 mit dem letzten Modell Neon schließlich komplett einstellte.

Plymouth im Film


Obwohl das bekannteste Modell von Plymouth wohl der Road Runner von 1968 ist, hat das Modell Fury durch den Auftritt im Film Christine nach dem gleichnamigen Roman von Stephen King sich einen Kult-Status ergattert. Da das Modell allerdings nicht so einfach zu bekommen war und bei den Dreharbeiten mehrere Modelle dran glauben mussten, wurde in vielen Szenen auf das ältere Modell Belverde zurückgegriffen.

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