Rhythm Torpedoes: Wild Invasion – Albumreview

wild invasion

Faulheit kann man den Rhythm Torpedoes nicht vorwerfen. Seit ihren Anfängen im Proberaum hat die Marburger Combo ein straffes Bühnenprogramm absolviert. Der Lohn für die Mühe: unter anderem eine dreiwöchige USA-Tour inklusive Auftritt beim legendären Viva Las Vegas. Nun steht das neueste Album der Hessen kurz vor der Veröffentlichung. Wir haben vorab schon mal reingehört in “Wild Invasion”.

 

Veränderungen gibt es im Detail

Beim Anhören von “Devil Bride” drängt sich für  kurze Zeit der Gedanke auf, die Torpedoes könnten ihre Fans mit einem stilistischen Abenteuer überrumpeln. Doch spätestens als der für die Band charakteristische stampfende Midtempo-Groove die Duane-Eddy-Gitarre abholt, klingt der Opener wieder vertraut.

Albumcover WIld Invasion

Das heißt nicht, dass sich “Wild Invasion” nicht von seinen Vorgängeralben unterscheidet. So verzichtet Frontmann Arne, das Urgestein der Band, mittlerweile fast komplett auf das Singen in höheren Lagen. Passend dazu setzt sich der auf “Let’s Get High” schon erkennbare Trend hin zum Country fort. “Devil Bride”, “No More Missing You” und “The Lumberjack Song” huldigen unverkennbar dem Man in Black und auch durch “Together” weht ein kräftiger Präriehauch. Im durchaus stimmungsvollen Cover “It’s Nothing To Me” klingt Arne schon verdächtig nach Cash-Klon.

 

Wie wild ist “Wild Invasion”?

Namen sind ja oft mal Schall und Rauch und was nun “wild” ist oder nicht, darüber gehen die Meinungen gerne mal auseinander. Wer sich allerdings von “Wild Invasion” ein sattes Paket “Kick Ass Rock ‘n’ Roll” erwartet, muss wahrscheinlich erstmal neu justieren. Zwar gibt es auch auf der neuen Scheibe der Rhythm Torpedoes einige Rocker und zumindest das hypnotisch groovige “Do The Bop Bop Bop” dürfte sich live als Tanzflächenfüller erweisen.

Insgesamt präsentiert sich diese “Invasion” jedoch von einer eher entspannten Seite. Zudem lassen die 50s noch öfter grüßen als auf “Hop In The Rod” und “Let’s Get High”. Sogar im Sound spiegelt sich diese Richtung wieder. Dass es die vier Torpedoes es live wieder krachen lassen, steht auf einem anderen Blatt.

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