Hot-Rod-Filme – kultige B-Movies aus den 50s

Hot-Rod-Filme

In der Gunst junger Kinogänger in den 50er-Jahren kamen sie gleich nach glubschäugigen Monstern aus der Tiefsee und fliegenden Untertassen: Rebellen in aufgemotzten Karren waren ein paar Jahre lang ein Selbstläufer an amerikanischen Kinokassen. Dabei diente der moralische Unterton dieser Hot-Rod-Filme über illegale Straßenrennen, Liebesdramen und folgenschwere Autounfälle als leicht durchschaubarer Schutzschild vor der Kritik erwachsener Tugendwächter. Die Teenager, die sich in den Drive-in-Kinos drängten, wollten dasselbe sehen wie ihre Altersgenossen heute bei “The Fast And The Furious”: schnelle Autos, Action und coole “Bad Guys”, die Regeln genauso lässig brechen, wie sie den Schalthebel bedienen und die braven Mädels um den Finger wickeln..

Heute sind die oft in wenigen Tagen abgedrehten Hot-Rod-Filme der 50s größtenteils in Vergessenheit geraten. Grund genug, ein paar Perlen auszugraben, die sich besonders gut für den B-Movie-Abend auf der Couch eignen.

 

Hot Rod (1950)

Als erster Hot-Rod-Film der 50s gab “Hot Rod” schon einmal die Themen vor, die das Genre in den nächsten Jahren bestimmen sollten, allen voran der Konflikt zwischen rebellischen jugendlichen Autonarren und ihren vernünftigen und ziemlich langweiligen Eltern. Allein deshalb ist der Streifen einen Filmabend wert, auch wenn die Geschichte genauso phantasievoll ausfällt wie der Titel. Außerdem gibt es ein paar sehenswerte Hot Rods zu bewundern.

 

Hot Rod Girl (1956)

Obwohl es der Titel dieses Klassikers anders vermuten lässt, dreht sich “Hot Rod Girl” nicht  um laszive Schönheiten, die sich auf Motorenhauben räkeln und über Tankdeckel beugen. Stattdessen steht der brave Polizist Ben im Mittelpunkt, der sich dafür einsetzt, dass die wilden Hotrodder in seinem Freundeskreis eine legale Rennstrecke bekommen. Und dann sind da noch ein Bad Guy mit dem passenden Namen Bronc und das Titelgirl, das sich – wie sollte es anders sein – mit reinem Herzen für die Guten entscheidet. Klassisch 50s mit kultigen Rennszenen.

Dragstrip Girl (1957)

Eine Frau, die Hot Rods liebt, und zwei Männer, die auf Straßenrennen abfahren – das kann nicht gut gehen. “Dragstrip Girl” wurde wie viele Hot-Rod-Filme im Double Feature mit “Rock All Night” gezeigt und das Paket erwies sich als kleinerer Erfolg an den Kinokassen. Mit dabei unter anderem Tommy Ivo, der als Schauspieler und Rennfahrer Karriere machte.

 

Thunder Road (1958)

“Thunder Road” ist ein Sonderfall unter den Hot-Rod-Filmen der 50s. Ein Grund dafür ist Robert Mitchum als Moonshine Runner Lucas Doolin. Der muss sich  gleichzeitig mit ehrgeizigen Gesetzeshütern und skrupellosen Gangstern herumschlagen, die ihm alle vorzugsweise auf der Straße auflauern. Nebenbei datet er die Nachtklubsängerin Francie, gespielt von Jazzlegende Keely Smith. In Schwarz-Weiß und mit Autos, die von wirklichen Moonshine Runners gekauft wurden. Ein stilvoller Beitrag zum Filmabend, der sich komplett nüchtern genießen lässt.

 

The Wild Ride (1960)

Jack Nicholson als durchgedrehter Hotrodder? Wer sich das nicht entgehen lassen will, der sollte “The Wild Ride” eine Chance geben. Natürlich siegt auch hier die Moral am Ende und der von Nicholson gespielte Johnny Varron (“the man, that chicks go for, the guy that cops go after”) geht mit Pauken und Trompeten unter. Gut ist “The Wild Ride” nicht wirklich, aber hey, schließlich geht es hier um B-Movies.

 

Titelbild:

32 Ford Hot Rod von WillVision/CC BY 2.0

 

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