Albumreview: The Cable Bugs – Backstage at Rosis

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Rund 5 Jahre ist es her, dass die Cable Bugs mit “Have a Ball” ein äußerst gelungenes Debüt ablieferten. Jetzt steht der Nachfolger der deutsch-belgischen Rockabilly-Combo in den Startlöchern. Wir haben uns angehört, ob “Backstage at Rosis” mit dem Vorgänger mithalten kann.

Die Cable Bugs bleiben gut gelaunt

“Have a Ball” machte seinem Namen alle Ehre. “Backstage at Rosis” knüpft daran an. Während manch einem bei den aktuellen Geschehnissen in der weiten Welt die gute Laune vergeht, setzen die Cable Bugs unbeirrt auf locker-flockigen Party-Rockabilly mit viel Swing, poppigen Melodien und Mitsingrefrains. Auch die Vorliebe für Eigenkompositionen und flirrende Surfgitarren bleibt erhalten.

Cover Backstage at Rosis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Allerdings präsentiert sich das Album entspannter als der Vorgänger. Bei diesem schlug der Zeiger mitunter in Richtung Punk aus. Jetzt darf noch öfter zu swingenden Mittempo-Nummern geschwooft werden.

Passend dazu sorgt Gastmusiker Andreas “Schief” Scheibe an der Trompete in Nummern wie “Rockin’ to” oder “Gotta Go Tonight” für eine jazzige Note. Ein bisschen schade nur, dass sich das für eine klassische Rockabilly-Scheibe ungewöhnliche Instrument im Mix nur schwer gegen die wuchtige Gitarre durchsetzen kann.

Nicht nur Fans dürften mit “Backstage at Rosis” zufrieden sein 

Seit 2002 sind die Cable Bugs auf europäischen Bühnen unterwegs und diversen Besetzungswechseln zum Trotz besitzen die Musiker ausreichend Erfahrung. Diese macht sich auch auf ihrem Zweitwerk bemerkbar. “Backstage at Rosis” ist eine runde Sache, die grooved, gute Laune macht und nur einen wirklichen Ausreißer nach unten beinhaltet. Das dahingenudelte “Sunny Afternoon” lässt den Charme des Originals leider komplett vermiesen. Auch fehlen “Backstage at Rosis” echte Highlights wie der Opener des Vorgängers.

Sei’s drum. Schließlich gibt es mit Nummern wie “Seven Seas”, “Devil’s Sister” oder “Hey Mr. Bartender” immer noch genug Futter für Cable-Bug-Fans und solche, die es werden wollen. Dass sich die meisten Refrains nach dem ersten Anhören mitsingen lassen, werden beide Gruppen zu schätzen wissen.

Fazit: “Backstage at Rosis” kann nicht ganz mit dem knackigen Debüt der Cable Bugs mithalten. Hören lassen kann sich die Scheibe trotzdem und als Partysoundtrack eignet sie sich wunderbar.  Bleibt nur die Frage, wer diese Rosi ist?

 

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