Betty Boop – Cartoon Figur mit Sexappeal

Boop-Boop-a Doop: Die Geschichte von Betty Boop

Wer kennt sie nicht: das hübsche, kleine Flapper-Girl der Roaring Twenties mit dem lockigen schwarzen Bob, dem kurzen neckischen Röckchen, süßen High Heels und sexy Strumpfband. Die Rede ist hier von der weltbekannten Cartoon-Figur Betty Boop. Heute gehen wir der Geschichte dieser kleinen Lady auf den Grund.

Anfänge der Cartoonfigur

Ihre Schöpfer waren Max und Dave Fleischer, welche Betty Boop und andere Comicfiguren der 30er Jahre erfanden. Von ihnen stammt beispielsweise auch Superman. Durch den wenig naturalistischen Zeichenstil der beiden Brüder erlangten sie Berühmtheit unter den Animateuren ihrer Zeit.

Im allerersten Cartoon von Betty Boop, erschien sie mit langen Hundeohren und Hundenase als eine Mischung aus Pudel und Mensch in einer Episode aus der „Talkartoon“ Reihe „Dizzy Dishes“ im Jahre 1930. Sie markierte das weibliche Pendant zu „Bimbo the Dog“ und gab hier bereits ihr allbekanntes „boop-boop-a-doop“ zum Besten. Die Stimme von Betty Boop wurde meistens von Mae Questel synchronisiert.

Die Optik des kleinen Betty Boop Pin Ups

Betty Boop war schon immer sehr sexy gekleidet, liebte es zu feiern und natürlich zu tanzen. Sie war die erste Cartoon-Figur mit einer eigenen Sexualität. Andere weibliche Cartoon-Figuren, wie z.B. Daisy Duck wurde ohne weibliche Attribute als geschlechtlose Wesen bildlich dargestellt. Zusätzlich sind Betty`s Cartoons mit etlichen sexuellen Anspielungen gespickt. Es gibt kaum eine Folge der kleinen Dame, in welcher das Strumpfband von Betty Boop nicht hinunter oder ihr kurzer Rock hochrutscht. Das Markenzeichen von der quirligen kleinen Betty war schon immer ihr Sexappeal. Betty`s endgültige Charaktereigenschaften kamen im Film „Minnie the Moocher“ aus dem Jahre 1932 ins Spiel. In diesem Cartoon laufen Betty Boop und Bimbo nach einem Streit mit ihren Eltern von zu Hause weg. Sie werden daraufhin von einer Horde spukender Gespenster heim gesucht.

Betty Boop wurde fortan noch weiblicher und erotischer dargestellt. Ihr sexy Image wurde der kleinen Cartoon-Figur jedoch bald zum Verhängnis: 1934 trat das Production-Code-Zensurgesetz in Kraft, welches Betty Boop dazu zwang ein längeres Kleid zu tragen und einen Teil ihres sexy Verhaltens endgültig abzulegen. Nun wurde sie zur typischen amerikanischen Hausfrau mit einem kleinen Hund. Durch Gastauftritte von anderen bekannten Cartoonfiguren versuchte Max Fleischer die Serie zu retten. Nach dieser Umstellung ließ allerdings das Interesse an der kleinen Cartoon-Figur stetig nach. Ihr letzter Cartoon entstand im Jahre 1939.
Ihre Vorbilder

Helen Kane

Helen Kane (C) Lovelovelovelovemarge

Clara Bow 1927

Clara Bow (c) Våra Nöje, 21st Jan 1928, 1920s Swedish Amusement Magazine

Das Aussehen wurde in den folgenden Jahren modifiziert. Im Cartoon „Any Rags“ aus dem Jahre 1932 wurde Betty Boop dann vollständig zu realen Frau. Der erste offizielle Betty Boop Cartoon namens „Stopping the Show“ erschien 1932. Ein Vorbild für diese sexy Figur stellte eventuell die Broadway-Sängerin Helen Kane dar, welche im Jahre 1929 eine große Bekanntheit besaß. Helen war ein sexy Mädchen mit üppigen Kurven, lockigem Haar und einem fröhlichem runden Gesicht. Sie arbeitete als Sängerin in den berühmtesten Nachtclubs dieser Ära. Die sogenannten „Flapper Girls“, waren unterhaltsam und provokativ. Es handelte sich hier um junge selbstbewusste Frauen unter 30 Jahren, welche ihr Leben in vollen Zügen und in Freiheit, wie ein Mann genossen. Helen Kane war aus als „Boop-Boop-a-Doop-Girl“ bekannt, darum kam es mit der Sängerin zu einem erfolglosen Rechtsstreit gegen die Fleischer-Studios und Paramount-Studios, welche Betty Boop später vermarkteten.

Das It-Girl der goldenen 30er und die bekannte Stummfilm- Darstellerin Clara Bow diente als ein weiteres Vorbild von Betty Boop.

 

Betty Boop – Fun Facts

In den 1960er Jahren wurden einige Betty Boop-Cartoons coloriert und im Fernsehen der USA ausgestrahlt. 1988 hatte die kleine Lady einen Gastauftritt als schwarz-weiße Cartoon-Figur im Film „Falsches Spiel um Roger Rabbit“. 1995 wurde eine Reihe von acht Bänden mit dem Namen „Betty Boop: The Definitive Collection“ auf VHS veröffentlicht. Seit den 30er Jahren war diese sexy Cartoon-Figur der meistverkaufte weibliche Comic-Charakter.

Betty Boop Fanartikel

Betty Boop Fanartikel

Seit vielen Jahren ist Betty Boop die Pin Up-Ikone für Erwachsene und Kinder.Man findet sie auf vielen Deko-Objekten und Merchandising-Artikeln und das Erbe der kleinen Cartoon-Figur ist heute noch gesichert.
Auch bei uns im Vintage-Shop findet ihr eine Menge toller Betty Boop-Artikel.

Text: Isabella Labella

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