June Summer – im Interview “Verflixte 13”

june summer pin up model

June Summer, die junge Wahlhamburgerin ist Redakteurin und betreut außerdem als Project Manager eine neue Kunstplattform. Das ist aber nicht alles. Denn die Dame mit der wilden Mähne und den dunklen Augen ist weltweit als Fotomodel für Rock´n´Roll-, Punk- und Pin-up-Mode unterwegs – und das macht sie sehr erfolgreich wie alles andere in ihrem Leben.

Der Startschuss für Junes Modelkarriere war ein Fotoshooting mit der Fotografin Spooky Sally für einen Pin-up-Kalender 2003. Seitdem folgten Shootings mit Fotografen wie Grant Ibtasama Masruuq (London), Moz Foto (New York) oder auch Carlos Kella (Hamburg). Dabei hat das Pin Up Model, das erst kürzlich den Tattoo Artist und Punkrock-Sänger Tor Abyss geheiratet hat, eine ganz besondere Lebenseinstellung: „When I get sad I stop being sad and be AWESOME instead.“

Wer so ein Motto hat, muss sich vor unseren „Verflixten 13“ nicht fürchten:

(1) Wenn du an deine Jugend zurückdenkst, welcher Song kommt dir dabei sofort in den Sinn?

“When the Angels sing” von Social Distortion.

(2) Bunte Bilder auf der Haut. Wie stehst du zu Tattoos und Körperschmuck?

Ich liebe meine Tattoos. Sie erinnern mich an meine Reisen. Andere bringen sich Souvenirs mit und ich mir Tattoos. Und ich bin noch lange nicht fertig!

(3) Stell dir vor, du würdest ein eigenes Musik-Festival veranstalten, welche drei Bands/Sänger würden dort auftreten?

Ganz klar: Lucifer Star Machine, The Brains und Gogol Bordello. Warum? Lucifer Star Machine ist die Band meines Mannes. Violent Rock’n’Roll irgendwo zwischen Motörhead, Ramones und Misfits. Mit René dem Sänger der kanadischen Psychobilly-Band „The Brains“ bin ich befreundet. Sie haben auch auf unserer Hochzeit im Juli gespielt. Schaut euch ihr Video „Stay Back“ an, da spiel ich das Bad Girl. Und Gogol Bordello macht mir immer die beste Laune!

(4) Rock’n’Roll until I die….du hast deinen eigenen Lebensstil gefunden. Wie wichtig sind dir dabei Freunde, Familie und Freizeit?

Mein ganzes Leben ist Rock’n’Roll. Für mich heißt Rock’n’Roll nicht ein Petticoat anzuziehen und meine original 50s Schuhe auf Ebay zu ersteigern. „Mein“ Rock’n’Roll ist vielmehr ein Lebensgefühl ohne Tunnelblick. Für mich ist es auch Rock’n’Roll einfach mal spontan ein Wochenende nach Rom zu fliegen um dort auf den Flohmarkt zu gehen oder mit dem Nachtzug nach Paris zum Croissants essen zu fahren. Oder auf einem Festival keine Band zu sehen, weil es viel besser ist die Nacht mit guten Leuten auf dem Parkplatz zu verbringen. Rock’n’Roll ist für mich die Freiheit alles zu tun, was ich will: Einfach eine gute Zeit zu haben und natürlich steuern meine Familie und meine Freunde einen großen Teil dazu bei.

(5) Wir alle werden unweigerlich älter. Was hat sich in den letzten Jahren deiner Meinung nach in der Rock’n’Roll Szene verändert?

In meinen Augen hat sich die Szene zum Positiven verändert. Alle sind aufgeschlossener. Punks, Psychos und Rockabillys feiern zusammen. Man feindet sich nicht mehr gegenseitig an.

(6) Du kannst mit einer Zeitmaschine zu einem Ereignis in die Vergangenheit reisen, wohin würde die Reise gehen?

Zu Elvis’ Comeback Special ins Jahr 1968. Seit ich 7 Jahre alt bin, bin ich großer Elvis-Fan und hätte ihn gerne einmal live gesehen

(7) Was ist eine Veranstaltung, auf die Du unter gar keinen Umständen mitgenommen werden möchtest?

Ach da gibt es einige. Elektro Partys zum Beispiel werde ich durch meine Anwesenheit niemals beglücken. Und natürlich würde ich niemals eine rechtsradikale Veranstaltung besuchen, aber das ist eh klar!

(8) Wenn Du für einen Tag in die Rolle eines anderen Menschen schlüpfen könntest, wer wäre das und warum?

Hmm, ich bin recht zufrieden mit meinem Leben, das war nicht immer so, aber inzwischen möchte ich mit niemandem mehr tauschen. Aber für einen Tag würde ich gern aus Spaß mal in die Rolle meines Mannes schlüpfen und schauen, ob ich wirklich so anstrengend bin. 😉

(9) Du sitzt auf einer Parkbank. Plötzlich setzt sich ein Mann neben dich, der behauptet Gott zu sein. Welche zwei Fragen würdest Du ihm
stellen…?

Ob er seine Medikamente nicht genommen hat. In dem Fall reicht diese eine Frage.

(10) Stell Dir einmal vor, Du könntest ein ganzes Jahr Urlaub machen bzw. eine Auszeit nehmen. Was würdest Du tun?

Ich würde mein Drehbuch zu Ende bringen, einen Roman schreiben, Bilder malen und das alles am Liebsten an den schönsten Orten dieser Erde. Reisen ist eines meiner liebsten Hobbys.

 Steven Stook - June Summer

(c) Steven Stook www.facebook.com/Stook.Fotography/info

(11) Wie wichtig ist Kleidung für dich? Ausdruck deiner inneren Gemütsverfassung, Statement im Alltag oder nebensächlich, notwendige Alltagsmaßnahme?

Schon allein jobbedingt (ich bin Redakteurin für Mode, Beauty und Lifestyle) ist mir Mode sehr wichtig, allerdings pfeife ich trotzdem drauf allen neuen Trends zu folgen, ich picke mir das raus, was mir gefällt und kombiniere es mit Vintage-Teilen. Ich setze gerne Statements.

(12) Was ist überlebenswichtig / überlebensnotwendig für dich? Auf was könntest Du überhaupt nicht verzichten?

Liebe, Familie, Freunde, Freiheit, Musik.

(13) Du hast das letzte Wort… Welche Frage wolltest Du schon immer einmal in einem Interview gefragt werden?

Genau diese. Du hast also alles richtig gemacht 😉
Nach Hochzeits- und Arbeitsstress stehen bald wieder einige Shootings an. Stay tuned!

Weblinks von June Summer:
www.facebook.com/model.junesummer

Instagram: junesummer666

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