Viva Las Vegas: Pin-up Contest – Abby Smoke’s Diary Part I

Siegerehrung Pin-up Contest VLV

Einmal zum Viva Las Vegas fahren, das ist wohl ein Traum vieler Rock´n´Roller, Rockabillys, Hotrodder und Pin-up Models. 2013 konnte ich mir diesen Traum zum ersten Mal erfüllen und war so begeistert, dass ich wusste: Da muss ich wieder hin.

Doch warum schreibe gerade ich über das Viva und wer bin ich überhaupt?

Seit Mai 2015 bin ich als Model unter dem Namen “Abby Smoke” im Bereich Pin-up und Vintage aktiv. Die Liebe zum Rock´n´Roll habe ich schon vor vielen Jahren entdeckt und durch einen Zufall kam das eine zum anderen. Das absolute Highlight für mich als Abby Smoke sollte aber das Viva Las Vegas werden.

 

Oldtimer mit Viva-Las-Vegas-Aufdruck

Einmal zum Viva Las Vegas – ein Traum vieler Rockabillies und Pin-up Girls

Zum Pin-up Contest nach Vegas – die Vorentscheidung

Ich muss zugeben, als ich mich im Dezember letzten Jahres beim VLV Pin-up Contest anmeldete, dachte ich im Traum nicht daran, auf was für eine Reise ich mich begeben würde. Zwei Bilder und viel Text über mich selbst, das war schon die erste Herausforderung ( Bilder auszusuchen, ist nicht meine Stärke).

Im Januar fiel dann die erste Entscheidung. 6 Mädels wurden direkt von der Jury ins Finale gewählt. Zusätzlich wählte die Jury ihre Top 50 für das Online Voting. Ich konnte es nicht glauben, ich war dabei ! Diese Nachricht musste ich erst einmal verdauen. Danach hieß es: 4 Wochen Zeit, um so viele Stimmen wie möglich sammeln. Wie macht man so etwas am besten?

Flyer

Die fertigen Flyer für Las Vegas

Facebook war die ideale Plattform dafür. Ich erstellte eine Veranstaltung und teilte alles immer und überall. Schließlich musste ich Menschen davon überzeugen, für mich zu stimmen, die mich gar nicht kennen. Das war unglaublich schwer und ich weiß jetzt auch, dass Eigenwerbung nicht meine Lieblingsaufgabe ist. Vier Wochen lang immer dieselben Fragen, die man sich stellt, da verliert man oft den Glauben und fragt sich: Warum mache ich das? Das wird doch sowieso nix.

Am 3.Februar war es dann soweit: Die E-Mail zu den letzten 6 Finalistinnen kam. Frühmorgens um halb 6 las ich noch im Halbschlaf tatsächlich meinen Namen. Schlagartig war ich wach. TOP12…Finale Pin-up Contest…in Las Vegas… und ich mittendrin! In 2 Monaten! Oh Gott!!!

 

Vorbereitungen auf das große Event

Jetzt ging der Vorbereitungsstress los. Was ziehe ich an, was muss ich da machen, wie läuft das ab, was kommt auf mich zu? Tausend Fragen schossen mir durch den Kopf. Mir war jedoch sofort klar, dass ich ein eigenes Outfit brauchte, nichts von der Stange. Und obwohl ich oft Jeans und T-Shirts trage, brauchte ich diesmal ein Kleid. Meine Wahl fiel auf die Schneiderei Konstantin – ein kleines, qualitativ sehr hochwertiges Label für Vintage und Pin-up-Mode im Osten Deutschlands. Zusammen mit der Inhaberin Beate entwarfen wir in unzähligen Treffen mein Traumkleid für den Pin-up Contest: klassisch elegant und mit paar Details, die auf Las Vegas hinweisen.

 

Kleid für den Pin-up Contest

Letzte Änderungen am Kleid

Neben einem Pokerchip besitzt es Knöpfe mit Pik und Kreuz (die mir mein Freund extra in passender Farbe lackiert hat). Den gleichen Pokerchip und ein paar Spielkarten wollte ich auch in meinem Headpiece haben. Dafür gab es keine Bessere als Carolina von Jazzafine, die meine Vorstellungen perfekt umsetzte.

Zu guter Letzt durfte die Werbung natürlich nicht fehlen. Ich wusste schließlich, dass wir Mädels auf der Carshow des VLV noch einmal Stimmen für den Pin-up Contest sammeln mussten. Da mein Budget nicht das größte war, entschied ich mich nur für Flyer. Ich fragte Beppix, ob er nicht ein Bild aus unserem Shooting als Flyer umgestalten könnte, und nach gefühlten tausend Nachrichten und mehreren Entwürfen war der Flyer perfekt. Die letzten beiden Wochen waren die stressigsten. Perfekte Haare, Kosmetik, neue Nägel und schicke Füße; ein Termin nach dem anderen. Das Team von ONHair-Heidi Kütter und RedLips Kosmetik machte mich rundum glücklich. Am liebsten hätte ich sie einfach alle mitgenommen, um ihnen für ihre Hilfe und Unterstützung danken. Die Zeit meines Lebens konnte beginnen.

 

12.April: Frankfurt – New York – Las Vegas

Mit 1000 Flyern und meinem gefühlten halben Kleiderschrank im Gepäck kamen wir nach ca. 3o Stunden Reise noch Dienstagabend in Las Vegas an. Das erste, das wir am Flughafen sahen, waren Spielautomaten. Da wussten wir, jetzt sind wir wirklich da.

Blick aus dem Flugzeug auf Las Vegas

Glücklich gelandet in Sin City

Es war herrliches Wetter und wir machten uns direkt auf den Weg ins Hotel. Wir hatten uns das Hard Rock Hotel & Casino, ein bisschen abgelegen vom Strip, ausgesucht. Authentisch gestaltet und nicht ganz soo groß, das war unser erster Eindruck. Wir checkten ein und dann endete der Tag direkt im Bett. Wir waren einfach zu müde.

 

13. April: Schlendern durch Las Vegas

Um 3 Uhr früh waren wir bereits wach. Wir schlenderten durch das Hotel, gingen frühstücken und einkaufen und bezogen später unser neues Zimmer – nein falsch, unsere neue Suite. Uns war ein Upgrade für unschlagbar günstiges Geld angeboten worden, da konnten wir nicht Nein sagen. Und wir haben es nicht bereut. Die Suite war gigantisch, der Ausblick auch! Nach dem Mittag liefen wir in Richtung Strip. Tagsüber kommt man sich in Vegas vor wie in einem riesigen Vergnügungspark für Erwachsene. Überall tönt Musik aus den Lautsprechern vor den jeweiligen Hotels, tausende Menschen befinden sich auf der Straße (die Hälfte davon mit überdimensional großen Cocktails beschäftigt), Marilyn Monroe -, Elvis- und Michael-Jackson- Doubles, wo man nur hinsieht…

Las Vegas Strip

Schlendern am Strip entlang

Halbnackte schöne Frauen, die sich, natürlich gegen Trinkgeld, gerne für ein Foto neben Dich stellen. Kleine Automaten an den Straßen, an denen man für ein paar Dollar Pornoheftchen bekommt, und viele Leute, die dir ihre Promo-Kärtchen in die Hand drücken. Man bekommt Drinks geschenkt, Nachtclubs empfohlen oder Frauen angeboten. Tja, Las Vegas ist wirklich verrückt.

Nach gefühlten 10 Kilometern Fußmarsch über den Strip gingen wir ins Hotel zurück. An die Hitze muss man sich erstmal gewöhnen, also hieß es umziehen und endlich ein Bild mit meinen Flyern machen. Zuhause warteten schließlich alle auf Neuigkeiten. Gegen 18 Uhr ging es zurück, wir hatten Hunger und uns mit Ida Lime und ihrem Freund Jo für 19:30 Uhr am Bellagio verabredet. Ida nahm mit mir zusammen an dem Pin-up Contest teil und wir hatten uns vorher schon viel in Facebook geschrieben, schließlich waren wir die einzigen beiden aus Europa.

Cocktails im Harley Davidson

Cocktails am Abend vor dem Start

Nach dem ersten kurzen planlosen Moment entschieden wir uns für Cocktails, Bier und draußen sitzen. Wir gingen ins Harley Davidson Restaurant/Bar und gönnten uns Cocktails für 17 Dollar. Bei den Männern war es natürlich Bier. Wir saßen bis spät in die Nacht, schließlich gab es viel zu erzählen, und verabredeten uns direkt für 9:00 Uhr am nächsten Morgen zum Frühstück im Orleans Hotel. Dort sollte an diesem Tag das Viva Las Vegas beginnen.

 

Alle Fotos von Abby Smoke